Pico de Fogo
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Montag, 27. November 2006
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Pico de Fogo
Seite 2

Zurück gingen wir ein paar Hundert Meter den Aufstiegspfad zurück und verliessen ihn dann auf der linken Seite in das Aschefeld. Die Füsse versanken fast bis zu den Knien in diesem feinkörnigen Granulat. Ze eilte natürlich voraus und vergrösserte den Abstand auf einige Hundert Meter. Es schien ihm Spaß zu machen. Dank meiner langen Hose über den Stiefeln konnte die Asche dort nicht eindringen. Ich kopierte seinen Laufstil und kam nach einiger Gewöhnung schnell voran.

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Der Ausblick in Richtung Portela/Bangaeira war atemberaubend und ich ließ mich nach hinten fallen, um zu fotografieren.Ze ging in eine Art Jogginglauf über. Diesen konnte ich beim besten Willen nicht imitieren. Der Abstieg war in ungefähr 30 Minuten absolviert. Später erreichten wir den Weg in Richtung Portela.

In der Pedra Brabo angekommen, besorgte ich mir noch zwei Sagres und sank ins Bett... Die Erschöpfung schien sich aber erst am nächsten nach dem Besuch des Pico Pequeno auszuwirken.

Fazit:
- Die Mitnahme eines Führers scheint für die Besteigung keine unbedingte Pflicht zu sein. Wir begegneten zum Beispiel einem französichen Paar, der Mann ist Bergführer in den Alpen, welches die Tour ohne Führer bewältigt hat. Dennoch ist für Untrainierte die Tour anspruchsvoll, ein Suchen nach dem Einstiegspunkt und dem weiteren Pfad kann einem das Risiko eines Fehltritts unnötig erhöhen, vom fehlenden Spaß abgesehen. Weiterhin unterstützt man mit einer mehr als fairen Bezahlung von unter 30 Euro die einheimische Bevölkerung. Dies mag für uns Europäer eine kleine Summe bedeuten, für manche Kapverdianer macht sie allerdings mehrere Tagesgehälter aus, bei gutem Verdienst. Aus diesen Gründen veröffentliche ich auch nur zwei GPS-Punkte:
Start: 14.964212º, -24.349987º
Ziel: 14.951297º, -24.342049º

- das Risko während des Aufstieges ist nicht so groß, dass ein Helm oder eine Seilsicherung notwendig wäre. Dennoch sollte besonnen der nächste Schritt überlegt sein....

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- die Mitnahme von 1.5 Liter Wasser war für mich gerade ausreichend. Es sollten schon zwei Liter pro Person sein, um sicher zu gehen. Dies liegt nicht unbedingt an der Hitze, der Aufstieg erfolgt im Schatten des Pico, so daß es kühl war. Entscheidend ist aber die trockene Luft, welche die Energiereserven aufzuzehren scheint. Neben der oben erwähnten Orange (danke, Ze) aß ich während des Aufstiegs noch ein trockenes Brot, das ich vom Frühstückstisch entwendet hatte. Mehr hätte ich auch nicht essen können. Das Trinkwasser spielte eine wichtigere Rolle. Wer natürlich oben ein Picknick aufbauen möchte......

- sollte festes Schuhwerk empfohlen werden? Ja! Stabile Bergstiefel sind ein unbedingtes Muß. Weiterhin lange Hosen, um die morgendliche Kühle ein wenig abzufangen. Während des Abstieges verhindern sie zudem das Eindringen des Granulats in die Schuhe. Oben herum trug ich nur ein T-Shirt und befand mich mit dieser Entscheidung an der Grenze der Verträglichkeit. Besonders bei Pausen, der Rucksack wurde abgenommen, wurde es schlichtweg kalt. An manchen Stellen im oberen Drittel kann der Wind schon eine gewisse Stärke annehmen und damit unangenehm werden. Am besten ist die Mitnahme eines leichten Pullovers oder einer Fleece-Jacke, die beliebig an- und ausgezogen werden kann. Wer wie ich einen Rucksack mit 4 Kilo Fotogepäck mit sich führt, setzt natürlich andere (dumme :-) ) Prioritäten

- Diese Wanderstöcke, die ich bis vor kurzem als modisches Accessoire empfunden hatte, können eine wichtige Hilfe besonders beim Abstieg sein.

- Für die Fotofreunde: Polfilter besorgen und mitnehmen. Die Enttäuschung wäre sonst zu gross.

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Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 3. April 2007 )